Von Porto Cervo zur Maddalena-Inselwelt – eine Tagesroute mit Reserve für den Nachmittagswind
Diese Route eignet sich für eine Gruppe, die Tempo und ruhiges Wasser gleichermaßen will: Start in Porto Cervo, Kurs auf die geschützten Buchten der Maddalena-Inselgruppe, mit Rückweg über die Costa Smeralda. Der Proviant wird vorab in Palau oder Olbia geladen, wo die Auswahl größer ist als am kleinen Supermarkt in der Marina von Porto Cervo – bei mehrtägigen Törns macht das einen sichtbaren Unterschied in der Küche an Bord.
Vom Hafen aufs Wasser
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Ablegen in Porto Cervo, Kurs Maddalena
Start am Vormittag, sobald Proviant und Getränke verstaut sind. Die Strecke zur Inselgruppe liegt bei rund 20 Seemeilen, je nach Ankerfeld, das der Kapitän für den Tag vorsieht. Bei Familien an Bord wird eher der flache, geschützte Nordteil angesteuert, bei einer schnelleren Crew der äußere Bogen der Inseln.
- 02
Cala Corsara, Spargi
Ankern in der Bucht, sobald sich ein freier Platz im Feld findet – im Hochsommer ist das Becken vormittags weniger belegt als nach 12 Uhr. Tenderverkehr zum Strand ist üblich, das Wasser bleibt über weite Strecken flach genug zum Schwimmen direkt vom Heck.
- 03
Vorbeifahrt an Budelli, Mittagspause auf See
Der rosafarbene Strand von Budelli wird nur vom Wasser aus passiert, ein Anlanden ist nicht vorgesehen. Der Skipper prüft hier meist den Wetterbericht für den Nachmittag – frischt der Maestrale wie üblich auf, wird der nächste Ankerplatz danach ausgewählt statt nach festem Plan.
- 04
Costa Smeralda zurück Richtung Porto Rotondo
Am späten Nachmittag Kurswechsel zur Festlandküste, vorbei an Cala di Volpe. Wer noch an Land will, lässt sich per Tender an einer Trattoria am Wasser in Porto Rotondo absetzen, bevor die Yacht am Abend wieder in Porto Cervo anlegt. Bei längeren Aufenthalten bleibt die Option, hier zu übernachten und den Rückweg erst am folgenden Morgen anzutreten.
Über Sardinien
Von Porto Cervo und Palau aus öffnet sich ein Revier, das auf kurzen Distanzen viel Abwechslung bietet. Das Maddalena-Archipel mit seinen sieben Hauptinseln und mehr als 60 kleineren Eilanden liegt nur 10 bis 20 Seemeilen entfernt und bietet geschützte, flache Buchten wie Cala Corsara auf Spargi — passend für einen ruhigen Tag mit Kindern an Bord. Wer mehr Strecke und Tempo sucht, fährt die Costa Smeralda hinauf, vorbei an Porto Rotondo und Cala di Volpe, entlang einer rund 30 Seemeilen langen, villenbesetzten Granitküste. Die Flotte deckt dieses Spektrum ab: vom kompakten Tagesboot bis zur Superyacht, mit Kapazitäten von wenigen Gästen bis zu 12 Personen auf größeren Einheiten wie der Feadship Emerald oder der Oceanco The Wellesley.
Zwischen Juni und September ist das Revier am stärksten frequentiert — Ankerfelder in der Maddalena füllen sich, und Porto Cervo verlangt während der Loro-Piana-Regatta im September besonders frühzeitige Liegeplatzplanung. Mai und Oktober bringen ruhigeres Wetter und mehr Verfügbarkeit, bei selteneren Nachmittags-Böen aus dem Maestrale. Für Charter über mehrere Tage lässt sich die Route entsprechend anpassen, mit Proviantstopps in Olbia oder Palau, wo die Auswahl größer ausfällt als im kleinen Supermarkt der Marina Porto Cervo. Vor der Abfahrt liegt eine klare Aufstellung aus Tagesrate und APA vor, sodass Gäste wissen, was Treibstoff, Proviant und Crew abdeckt — unabhängig davon, ob der Törn als Tagesausflug in die Maddalena oder als mehrtägige Rundfahrt entlang der Costa Smeralda geplant ist.